Reiff-Förderpreise 2026: Die Preisträger*innen

Einmal mehr zeichnet die Reiff-Stiftung zur Förderung der Amateur- und Schulastronomie herausragende Projekte zur Jugendarbeit in der Amateurastronomie und astronomische Aktivitäten in Schule und Kindergarten aus. In diesem Jahr machten es die Bewerber*innen besonders spannend: Erst kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist trafen die Bewerbungen für die Reiff-Förderpreise ein.

in der Kategorie „Jugendarbeit im Amateurbereich und Projekte an weiterführenden Schulen“ wurden 2026 drei Preise mit einem Preisgeld von je 2000 Euro vergeben:

Erik Greger, Schüler der Beruflichen Oberschule Schwandorf, mit seinem einfachen Radioteleskop zur Messung der 21cm-Linie des Wasserstoffs.

An der Beruflichen Oberschule Schwandorf in der Oberpfalz führen Schüler*innen unter Anleitung von Lehrer Reinhard Bauer hochkarätige Projekt- und Seminararbeiten wie die Analyse von Mikrometeoriten, die Vermessung von Exoplanetentransits oder die Kartierung der Milchstraße im Licht der 21cm-Linie mit einem simplen selbst konstruierten Empfänger durch. Dabei werden sie von den Sternenfreunden Dieterskirchen unterstützt. Das Preisgeld soll durch die Anschaffung eines Filterrades und eines Filtersatzes bei zukünftigen Projekten photometrische Helligkeitsmessungen ermöglichen.

Das Berufsbildungszentrum am Nordostseekanal im schleswig-holsteinischen Rendsburg versteht es unter der Federführung von Lehrer Marco Ludwig hervorragend, Schüler*innen in der Ausbildungsvorbereitung mit fächerübergreifenden Astronomieprojekten zu motivieren. Dabei profitiert das Angebot von der guten Zusammenarbeit mit den Werkstätten der Einrichtung. Mit dem Preisgeld soll das im Jahr 2023 mithilfe von Mitteln der Reiff-Stiftung beschaffte Schulteleskop um eine astronomischen Kamera ergänzt werden.

Geschichten erzählen, sich auf eine Reise ins Weltall begeben, Modelle bauen, mit dem Teleskop beobachten - all das beinhaltet das Projekt Himmelsforscher an der Integrativen Kindertagesstätte Hephata in Schwalmstadt.

Geschichten erzählen, sich auf eine Reise ins Weltall begeben, Modelle bauen, mit dem Teleskop beobachten – all das beinhaltet das Projekt Himmelsforscher an der Integrativen Kindertagesstätte Hephata in Schwalmstadt.

Die Astronomiegruppe astrocusanus am Sprachen- und Realgymnasium ‚Nikolaus Cusanus‘ in Bruneck in Südtirol unter der Leitung von Lehrer Christof Wiedemair besteht seit nunmehr 20 Jahren, arbeitet mittlerweile generationenübergreifend und hat in dieser Zeit nicht nur eine Außensternwarte realisiert, sondern auch eine Reihe von Projekten durchgeführt. Die neueste Projektidee, die Echtzeitmessung von Impaktblitzen auf dem Mond, fördert die Reiff-Stiftung in Form eines leistungsfähigen Rechners sehr gerne.

In der Kategorie „Astronomie-Projekte für das Kindergarten- und Grundschulalter“ wird in diesem Jahr die Integrative Kindertagesstätte Hephata in Schwalmstadt für das von der pädagogischen Fachkraft Pia Oehler entwickelte Projekt „Himmelsforscher“ ausgezeichnet, das Astronomie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und kindgerecht erlebbar macht. Das Preisgeld von 500 Euro soll die Möglichkeiten der Kita zur Sonnenbeobachtung verbessern und die Beschaffung weiterer Materialien ermöglichen